Die GDL setzt sich ein für ...

... eine leistungsorientierte Bezahlung
... eine qualifizierte Weiterbildung
... hohe Sicherheitsstandards
... faire Wettbewerbsbedingungen

GDL-Position zur Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik

Soziales Engagement, sozialverträglicher Ausstieg

Ehrenamt

Über eintausend Amtsinhaber sind in der GDL ehrenamtlich und sozial engagiert. Die GDL bekennt sich zum Ehrenamt und setzt sich für dessen Wertschätzung und Förderung ein.

Rechtsanspruch auf Altersteilzeit

Die GDL setzt sich alternativ für einen Rechtsanspruch auf Altersteilzeit mit Erreichen des 55. Lebensjahres für Schicht- und Wechseldienstleistende ein. Voraussetzung dabei ist allerdings, dass der Mitarbeiter bereits 20 Arbeitsjahre im Schicht- und Wechseldienst geleistet haben muss, wobei die letzten zehn Arbeitsjahre in diesem Schicht- und Wechseldienst verbracht sein müssen. Dieses Instrument hat einen vorzeitigen und sozialverträglichen Ausstieg älterer Arbeitnehmer aus dem Erwerbsleben zum Ziel. Dadurch sollen Arbeitsplätze erhalten und neue geschaffen werden.

Stärkere Mitbestimmung, mehr Datenschutz

Stärkung der Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte für Betriebs- und Personalräte

Die betriebliche Mitbestimmung hat sich als Modell nicht nur in Krisenzeiten deutlich bewährt. Nach Ansicht der GDL muss eine weitere Stärkung der betrieblichen Mitbestimmung erfolgen. Dies geht über eine einfachere Bildung von Betriebsräten, über Klarstellungen zur Einbindung von Leiharbeitnehmern bis hin zu spürbaren Sanktionen bei „Union Bashing“, also der systematischen Bekämpfung, Unterdrückung und Sabotage von Arbeitnehmervertretungen. Weiterhin soll vor allem im Bereich der personellen Angelegenheiten eine Stärkung der Betriebs- und Personalräte erfolgen. Gerade in diesem Bereich liegt ein Hauptaufgabengebiet der betrieblichen Mitbestimmung.

Ausbau des Arbeitnehmerdatenschutzes

Aufgrund immer neuer Produktionsmethoden und technischer Möglichkeiten ist der Arbeitnehmerdatenschutz aus Sicht der GDL auszubauen. Die Bundesregierung hat am 1. Februar 2017 einen Gesetzentwurf vorgelegt, um der Umsetzung der neuen europäischen Datenschutzverordnung im Mai 2018 Rechnung zu tragen. Dabei ist eine spürbare Verbesserung des Arbeitnehmerdatenschutzes nicht erkennbar. Die GDL strebt ein eigenes Arbeitnehmerdatenschutzgesetz an, in dem nicht nur deutlich verbesserte Schutzregelungen für die Arbeitnehmer implementiert werden, sondern auch entsprechende Sanktionsregeln bei Verstößen und gleichzeitig eine Erweiterung der Beteiligung und Mitbestimmung der Betriebs- und Personalräte. Ziel für die GDL ist es auch, eine Stärkung der informellen Selbstbestimmung der Arbeitnehmer zu erreichen.


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