GDL-Bezirk Nordrhein-Westfalen (NRW)

Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

Bezirk

Nordrhein-Westfalen

Eurobahn/Keolis - Tarifrunde 2015/2016

Bezirk-NRW - Aushang - 18.12.2015

Die GDL Tarifkommission der Eurobahn/Keolis hat sich in zwei Sitzungen ausführlich beraten und das Forderungspaket für die Tarifrunde 2015/2016 bei der Eurobahn zusammengestellt.

Die GDL fordert die Ablösung der bisherigen Entgelttabelle, die Stufensprünge alle drei Jahre vorsieht, durch die Tabelle des GDL Flächentarifvertrags für das Zugpersonal (BuRa-ZugTV), die alle fünf Jahre steigt. Die Vereinheitlichung der Entgelttabellen über alle Unternehmen in Deutschland ist ein ganz wichtiger Punkt, das dies z.B. für einen problemlosen Unternehmenswechsel über die GDL Betreiberwechsel-Tarifverträge notwendig ist. Um bei der Umstellung eine negative Wirkung auf den einzelnen zu vermeiden, fordert die GDL eine Erhöhung der BuRa-Entgelttabellen für Lokführer und Zugbegleiter um 4,5% und eine Sicherungszulage für die höheren Entgeltgruppen. In der aktuellen Ausgabe unseres GDL Mitgliedermagazins VORAUS wird diese Thematik vertiefender erläutert. Die Ortsgruppe Hamm wird dazu noch auf einer Informationsveranstaltung Anfang 2016 informieren und Fragen beantworten.

Zusätzlich fordert die GDL unter anderem, dass

  • die Regelungen zu kurzfristigen Schichtänderungen deutlich verschärft werden. Die Frist für das „straflose“ Ändern einer Schicht soll von 36 auf 72 Stunden angehoben werden. Erfolgt eine Änderung innerhalb dieser 72 Stunden, ist die Abweichung von mehr als zwei Stunden zur Hälfte als Arbeitszeit anzurechnen. Außerdem soll die Zustimmung des Arbeitnehmers zur Veränderung der Schicht Voraussetzung werden.
  • alle Arbeitnehmer sollen künftig einen festen Einsatzort bekommen. Wird ein Einsatz an einem anderen Ort nötig, erfolgt der Transfer dorthin als Gastfahrt und damit als Bestandteil der Schicht.
  • die bisherige Mindestruhezeit von 32 Stunden soll auf 36 erhöht werden und einen Kalendertag beinhalten. Außerdem muss eine neue Ruhezeit künftig spätestens nach 144 Stunde (sechs Tage) beginnen. Letztlich sollen die Tarifverträge für Lokomotivführer und Zugbegleiter, die bisher separat abgeschlossen wurden, vereint werden.

Ein Verhandlungstermin ist bereits vereinbart. Am 13. Januar 2016 geht es in Frankfurt am Main los.

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