GDL-Bezirk Mitteldeutschland

Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

Bezirk Mitteldeutschland

Nichts erklären! Nichts unterschreiben!

Bezirk-MD - Aushang - 11.01.2017

Immer öfter sehen sich Kolleginnen und Kollegen im Zusammenhang mit Ihren Arbeitsverhältnissen folgender Situation ausgesetzt: Der Arbeitgeber lädt sie überraschend zum Personalgespräch. Dort wird ihnen, oftmals ohne Anwesenheit irgendeiner Vertrauensperson geschweige denn eines Mitglieds des Betriebsrates, wegen irgendeines Vorfallles ein Fehlverhalten wie etwa Nichtbeachtung von Arbeitsvorschriften, Beschädigungen von Arbeitsmitteln, Verursachung von Kassenfehlbeständen oder ähnliches vorgeworfen.

Es werden darauf Repressalien, Konsequenzen und Ähnliches angekündigt.

Schließlich wird entweder noch vor Ort eine Abmahnung oder Kündigung ausgesprochen oder der Kollege aufgefordert, sich für die vorgeworfenen Verfehlungen als verantwortlich zu bekennen.

Im Zuge dessen wird oft darauf gedrängt, dass die Kollegen Abmahnungen oder Kündigungen unterschreiben; deren „Empfang quittieren“; diese an sich nehmen oder auch ein Anerkenntnis oder eine Ersatzverpflichtung bzgl. etwaiger Schäden unterzeichnen, „um weiteren Ärger zu vermeiden“.

Hier gilt, dass kein Kollege sich einschüchtern lassen sollte: Solche Schriftstücke müssen weder vor Ort unterzeichnet werden; müssen nicht in Empfang genommen und müssen auch nicht, wenn sie nach Hause geschickt werden, dort unterzeichnet werden. Solche Handlungen können schlichtweg verweigert werden.

Wenn überhaupt etwas zu unterzeichnen ist, so ist hier jedem Arbeitnehmer ausreichende Bedenkzeit einzuräumen.
In dieser sollten sich die Kollegen vertrauensvoll entweder an ihre Betriebrsräte oder an die GDL wenden, um die Situation und das weitere, gebotene Vorgehen zu erörtern.

GDL Bezirk Mitteldeutschland – Wir tun was !

» PDF-Version (farbig)


Weitere Links und Infos