GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

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Liebe Kolleginnen und Kollegen, Garant für Erfolg seit 150 Jahren! Dieses Jubiläum haben wir in unserer Generalversammlung im Mai in Ludwigshafen gebührend gefeiert. Und dazu hatten wir auch allen Grund. ... mehr

Ein hervorragender Tarifabschluss

GDL Aktuell - Voraus Editorial - 12.04.2017

Weselsky460-2017

Liebe Kolleginnen und Kollegen, es ist vollbracht: am 9. März 2017 haben wir in Berlin die Tarifverträge mit der DB unterzeichnet. Kurz darauf hat die Bundestarifkommission dem Abschluss einstimmig zugestimmt. Damit ist die Schlichtung erfolgreich beendet und der Tarifkonflikt beigelegt.

Es liegt in der Natur der Sache, dass im Zuge von Verhandlungen das absolute Maximum nicht zu erreichen ist. Doch unsere unter dem Motto „Mehr Plan, mehr Leben“ angestrebten Kernziele haben wir erreicht. So wird das Zugpersonal durch verbesserte Arbeitszeit- und Ruhezeitregelungen und eine verbindliche Schichtplanung künftig in der Lage sein, seine Freizeit verlässlich und stabil zu planen. Das heißt Schluss mit der Ungewissheit etwa bei Reisen, schulischen Anlässen und Vereinsaktivitäten und es bedeutet zugleich eine endlich wieder bessere soziale Einbindung der Beschäftigten. Dass die Berufe des Zugpersonals dadurch insgesamt wieder attraktiver werden – besonders auch für den dringend benötigten Nachwuchs – gehört zu den erfreulichen und von uns durchaus beabsichtigten Folgewirkungen des Tarifpakets.

Nimmt man die weiteren tariflichen Verbesserungen hinzu, etwa die Entgelterhöhung, die neuen Strukturen für Lokomotivführer und Zugbegleiter und die nun endlich gerechte Eingruppierung der Bereitstellungslokomotivführer, wird klar: wir haben einen hervorragenden Tarifabschluss erzielt. Mein Dank gilt deshalb an dieser Stelle euch, den GDL-Mitgliedern, ohne die dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre. Euer Vertrauen hat uns darin bestärkt, die als richtig erkannten Ziele konsequent bis zum Ende zu verfolgen und schließlich umzusetzen. Mein Dank gilt auch den Schlichtern. Sowohl der für uns tätige Bodo Ramelow als auch Matthias Platzeck für die DB haben erneut gezeigt, was sich mit Sachverstand, Verhandlungsgeschick und schlichtem menschlichen Takt erreichen lässt.

Apropos: Aus dem Takt bringen ließ sich schon im Januar Rüdiger Grube. Im Streit um die Verlängerung seines Vertrages verließ er den Konzern. Was bleibt, ist vor allem die Erinnerung an seine unselige Ankündigung des baldigen autonomen Fahrens auf der Schiene. Mit Richard Lutz steht nun ein Mann an der Spitze der DB, der das Geschäft versteht. Hoffen wir, dass er die Weichen richtig stellt. Die Schiene in Deutschland hat es dringend nötig. Claus Weselsky

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