GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

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Liebe Kolleginnen und Kollegen, Garant für Erfolg seit 150 Jahren! Dieses Jubiläum haben wir in unserer Generalversammlung im Mai in Ludwigshafen gebührend gefeiert. Und dazu hatten wir auch allen Grund. ... mehr

DB Cargo

Chaosolympiade bei DB Cargo

GDL Aktuell - Aushang Report - 04.09.2017

„Keiner macht was er soll, jeder macht was er will und alle machen mit“. Dies scheint das Handlungsmotto der derzeit laufenden „Chaosolympiade DB Cargo“ zu sein. Nicht nur, dass aus einem angeblichen Personalüberhang zum Jahresanfang auf einmal ein formidabler Personalunterbestand – insbesondere bei Lokomotivführern – geworden ist. Darüber hinaus wurde dem Gesamtbetriebsrat (GBR) Cargo auch erneut die Verlängerung des Pilotprojektes „IMS Verkehr“ vorgelegt.

Normalerweise dient ein Pilotprojekt dazu, in einer zeitlich begrenzten Phase einen Sachverhalt zu erproben. Bei Cargo sind aber sogenannte Pilotprojekte wie beispielsweise „GBV ad hoc“ oder „IMS Verkehr“ schon dauerhafte Einrichtungen. Die GDL-Vertreter im GBR haben deutlich gemacht, dass mit dieser Verstetigung von Piloten Schluss sein muss. Doch statt im Interesse der Beschäftigten und damit der Wähler klare Kante zu zeigen, besteht die Mehrheit im GBR auf der weiteren Verlängerung der Piloten.

Die Krone setzt dem Ganzen mal wieder der Arbeitgeber auf, der nunmehr eine Energiesparolympiade (ES-Olympiade) einführen will. Fakt ist, dass gut ausgebildete Lokomotivführer den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen vollständig verinnerlicht haben. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass durch eine gute und zielgerichtete Ausbildung eine Energiesparolympiade gar nicht erst notwendig wäre und man sowohl Energie als auch unnötige Kosten einsparen könnte. Die GDL hat per se nichts gegen Energiesparen. Die Bedingungen für einen reellen Vergleich sind aufgrund der derzeitigen betrieblichen Situation nicht gegeben. Zu nennen sind hier beispielsweise die hohe Zahl abgestellter Züge, Schwierigkeiten die zuständige Disposition zu erreichen und daraus resultierend neue Verspätungen sowie erneute Zugabstellungen.

Die DB Cargo AG ist aufgefordert, ihre noch offenen Hausaufgaben zu erledigen und nicht weiterhin vom Elfenbeinturm aus ein fragwürdiges Projekt nach dem anderen auf den Weg zu bringen. Nur mit gut ausgebildeten Lokomotivführern, einer regelmäßiger Fortbildung und einem geordneten Verkehr kann es gelingen, mehr Güter auf die Schiene zu bekommen. Nur so wird aus einer Chaos-, eine effektive Energiesparolympiade.

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