» Belastungsstudie DB Cargo: Offenbarungseid der EVG

Mit der gemeinsam aufgelegten „Belastungsstudie 2017 Triebfahrzeugführer“ geben die Geschäftsführung und der EVG-geführte Gesamtbetriebsrat bei DB Cargo vor, sich ein Bild über die Arbeitsbelastung der Güterverkehrslokomotivführer machen zu wollen. Gleichzeitig versuchen sie, entgegen der abgeschlossenen GDL-Tarifverträge, die seit Jahren von ihnen betriebene Hyperflexibilisierung zu zementieren! Die EVG zeigt sich von dem Projekt begeistert und ruft in einem Aushang zur Beteiligung an der wissenschaftlich begleiteten Mogelpackung auf. ... mehr

WestfalenBahn

Abschluss greifbar

Aushang Report - GDL Aktuell - 18.04.2017

Sah es Mitte letzter Woche noch recht trübe aus, so waren pünktlich zum Osterwochenende – zumindest für den Tariftisch der WestfalenBahn GmbH – die dunkeln Wolken verzogen. Mit diesem Fazit wurden die Tarifverhandlungen am 13. April 2017 in Bielefeld nach gut zehnstündigen Verhandlungen auf den 12. Mai in Frankfurt/Main vertagt.

Die Eckpunkte der Vergütungskomponenten sehen wie folgt aus:

  • eine allgemeine Entgelterhöhung um 2,5 Prozent rückwirkend zum 1. Januar 2017,
  • 100-Prozent-Niveau für Lokomotivführer ab dem 1. Januar 2018,
  • dauerhafte Sicherung der Zugbegleiter-Vergütungen in nomineller Höhe von 70 Euro sowie
  • die Einführung der Rahmenregelungen auch für Disponenten und damit Einführung der bewährten Tabellenstruktur bei einer Anbindung von 95 Prozent bei örtlichen und 88 Prozent bei überörtlichen Disponenten.

Weiterhin wurde die Absenkung der Referenzarbeitszeit zum 1. Januar 2018 auf 38 Stunden pro Woche vereinbart; damit einhergehend die Senkung der betrieblichen Arbeitszeit zum selben Zeitpunkt auf 39 Stunden. Es erfolgt aber keine Verrechnung mit dem Entgelt. Ebenfalls ist nunmehr die Einführung der Regelungen zum Schutz bei gesundheitsbedingter Fahrdienstuntauglichkeit unstrittig.

Im Hinblick auf die noch zu verknüpfenden losen Enden für Überleitungsregelungen und noch zu findende Arbeitszeitregelungen soll der eingangs erwähnte Termin Mitte Mai genutzt werden, um den Tarifvertrag final zu erstellen. Bis dahin soll der Tarifvertrag redaktionell weiter überarbeitet werden. Der Abschluss ist somit schon greifbar.

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