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Mecklenburgische Bäderbahn

Tarifverhandlungen wiederbelebt

Aushang Report - GDL Aktuell - 21.02.2017

Nach einer Ruhephase sollen die Tarifverhandlungen zwischen der GDL und der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli GmbH (Molli) wieder aufgenommen werden. Dies ist das gemeinsame Interesse beider Tarifparteien.

In einem ersten Schritt übersandte die GDL der Molli nun am 20. Februar 2017 ihr Forderungspaket. Darin erläutert die GDL ihre Absicht, den bestehenden, in der Nachwirkung befindlichen Haustarifvertrag komplett zu überarbeiten und somit für die Arbeitnehmer wieder lesbarer und anwenderfreundlicher zu gestalten. Dies ist aus Sicht der GDL notwendig, da im Laufe der Zeit aufgrund der vielen Änderungstarifverträge ein – ehrlicherweise – unübersichtliches Tarifwerk entstanden ist, dass jetzt gründlich entschlackt werden soll.

Konkret sollen vor allem Verbesserungen bei der Arbeitszeitsystematik und beim Entgelt erreicht werden. So fordert die GDL die Absenkung der Arbeitszeit auf eine 38-Stunden-Woche zum 1. Januar 2018 ohne gleichzeitige Absenkung des Entgelts. Auch sollen Regelungen zur Schichtsymmetrie und zur Mindestschichtanrechnung eingeführt werden. Die Dauer eines Ruhetags soll auf 36 Stunden erhöht werden und einen kompletten Kalendertag umfassen. Nur mit Zustimmung des Betriebsrats kann die Dauer ausnahmsweise um vier Stunden verkürzt werden. Die GDL fordert auch eine Ausgleichszulage ab der ersten Schicht, falls vorübergehend höherwertigere Tätigkeiten ausgeübt werden. Außerdem sollen die Nacht- Sonn- und Feiertagszulagen deutlich erhöht werden. Darüber hinaus sollen Regelungen zur Fürsorgepflicht des Arbeitgebers im Falle eines traumatischen Ereignisses festgeschrieben werden.

GDL und Molli werden sich in Kürze über das weitere Vorgehen abstimmen.

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