» Weselsky mit 95 Prozent wiedergewählt

Claus Weselsky heißt der alte und neue Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer. Er wurde am 9. Mai 2017 in Ludwigshafen von 95 Prozent der rund 200 Delegierten in der Generalversammlung unter dem Motto „Mit Tradition in die Zukunft – 150 Jahre GDL“ wiedergewählt. ... mehr

Immer noch 0,66 Prozent

GDL beendet Tarifverhandlungen vorzeitig

Pressemitteilung - GDL Aktuell - 16.12.2016

„In sechs Verhandlungsrunden hat dieser Arbeitgeber die Stirn, nicht eine einzige Regelung zur Arbeitszeitverbesserung zu verankern. Das Angebot, mit uns zwei Jahre zu experimentieren, ist nur als frivol zu bezeichnen und wird der Belastung des Zugpersonals in keiner Weise gerecht. Da zudem nicht einmal das Entgeltangebot verbessert wurde, haben wir die Verhandlungen vorzeitig beendet“. Mit diesen Worten kommentierte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky die sechste ergebnislos verlaufende Verhandlungsrunde mit der DB in Berlin.

Die DB hat ihr Angebot nur hinsichtlich der Einmalzahlung verbessert. Statt 375 Euro für sieben Monate sollen es nun 550 Euro für sechs Monate sein. Im Übrigen blieb es beim Angebot von 1,5 Prozent ab 1. Mai 2017 für eine Laufzeit bis 31. Dezember 2018 und damit einer Gesamtlaufzeit von 27 Monaten. Rechnerisch macht das 0,66 Prozent pro Jahr.

Darüber hinaus ist der Arbeitgeber weiterhin nicht bereit, mit der GDL über die Verbesserungen der tarifvertraglichen Regelungen zur Arbeitszeit zu verhandeln. „Dabei wollen wir nichts Unmögliches, sondern nur, was für alle anderen Arbeitnehmer üblich ist“, so Weselsky. „Wir fordern eine Gleichstellung des Zugpersonals mit den weiteren Beschäftigten im Konzern, also zwei freie Tage nach einem fünftägigen Arbeitszyklus“.

Ständige Variation alter Scheinangebote

Wie die Runden zuvor bestand auch die heutige sechste Verhandlung nur in Wiederholungen der Arbeitgeberpositionen. Doch diese sind der GDL hinlänglich bekannt. „Die ständige Variation alter Scheinangebote verfestigt den Eindruck, dass die DB an einer echten Lösung der dringlichen Probleme des Zugpersonals kein Interesse hat“, so Weselsky. „Doch die Forderungen nach Arbeitszeitverbesserungen und einer wirklichen Belastungssenkung dulden weder eine zweijährige Experimentierphase noch weiteren Aufschub.“

Die Verhandlungen wurden ohne weitere Terminvereinbarung beendet. Die GDL wird die Situation intern bewerten und über das weitere Vorgehen entscheiden.



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