» Weselsky mit 95 Prozent wiedergewählt

Claus Weselsky heißt der alte und neue Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer. Er wurde am 9. Mai 2017 in Ludwigshafen von 95 Prozent der rund 200 Delegierten in der Generalversammlung unter dem Motto „Mit Tradition in die Zukunft – 150 Jahre GDL“ wiedergewählt. ... mehr

GDL und Go-Ahead unterzeichnen Tarifvertrag

Pressemitteilung - GDL Aktuell - 15.12.2016

Ein guter Tag für das Zugpersonal: (v. l.): Leiter der GDL-Tarifabteilung Thomas Gelling, GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky, die Geschäftsführer der Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH Charles Hodgson und Stefan Krispin bei der Vertragsunterzeichnung in Berlin. Foto: Go-Ahead
Ein guter Tag für das Zugpersonal: (v. l.): Leiter der GDL-Tarifabteilung Thomas Gelling, GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky, die Geschäftsführer der Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH Charles Hodgson und Stefan Krispin bei der Vertragsunterzeichnung in Berlin. Foto: Go-Ahead

In Berlin haben die Geschäftsführer der Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH, Stefan Krispin und Charles Hodgson, der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, sowie der Geschäftsführer der Tarifabteilung der GDL, Thomas Gelling, offiziell vier Tarifverträge unterzeichnet.

Hierbei handelt es sich um den Konzern-Rahmen-Zugpersonaltarifvertrag (KoRa-ZugTV) mit einer Laufzeit bis Ende 2018, den Haustarifvertrag, der bis Ende 2020 gültig sein wird sowie die Tarifverträge für den Betreiberwechsel I und II (Lokomotivführer, Disponenten und Zugbegleiter). Betrieblicher Geltungsbereich der Verträge wird Baden-Württemberg sein, wo Go-Ahead ab 2019 die Strecken Rems-Fils und Franken-Enz im Stuttgarter Netz befahren wird.

Der GDL-Flächentarifvertrag KoRa-ZugTV regelt die wichtigsten Qualifikations- und Arbeitsbedingungen wie Referenzarbeitszeiten, Pausenregelungen, Urlaub und Zulagen sowie auch Maßnahmen bei Eintritt der Berufsunfähigkeit. Somit werden die hohen Mindeststandards für das Zugpersonal im deutschen Eisenbahnverkehrsmarkt, denen sich Go-Ahead verpflichtet hat, noch einmal fixiert. Dem entspricht auch der Haustarifvertrag, der insbesondere die betriebsspezifischen Regelungen, wie beispielsweise Arbeitszeitkonto, Soll-Arbeitszeit und die betriebliche Altersvorsorge vorsieht. Nach verlorenen Ausschreibungen gewährleistet der Betreiberwechseltarifvertrag den geordneten Übergang zum neuen Betreiber und beendet damit die Angst um den Arbeitsplatz. Somit können DB-Regio-Mitarbeiter durch den Betreiberwechseltarifvertrag einen problemlosen Wechsel zu Go-Ahead vornehmen.

Go-Ahead: ein attraktiver Arbeitgeber

Besonderheiten der zwischen Go-Ahead und GDL abgeschlossenen Tarifverträge sind die marktgerechte Entlohnung mit einer jährlichen Steigerungsrate von 2,2 Pro-zent für die Laufzeit des KoRa-ZugTV, die Einführung einer 38-Stunden Woche in 2018 und die arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung von 2 Prozent des individuellen Monatstabellenentgelts. Damit unterstreicht Go-Ahead seine Positio-nierung als attraktiver Arbeitgeber.

„Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit der GDL und auf eine gute Zu-sammenarbeit“, sagt Stefan Krispin, Geschäftsführer von Go-Ahead Deutschland. „Wir sind stolz darauf, unseren Mitarbeitern neben unbefristeten Verträgen und einer marktgerechten Vergütung auch eine gute betriebliche Altersvorsorge zu bieten. Wir freuen uns ebenfalls mit der Unterzeichnung der Verträge ein positives Signal in den Markt zu senden, dass wir für Triebfahrzeugführer, Zugpersonal und andere Mitarbeiter durchaus ein interessanter Arbeitgeber sind“.

„Das ist ein guter Tag für das Zugpersonal” bekräftigte der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. „Mit der Unterzeichnung gilt der GDL-Flächentarifvertrag in allen bedeutenden Eisenbahnverkehrsunternehmen in Deutschland. Das bedeutet die gesicherte Vergütung auf dem marktüblichen Niveau und Schutz bei gesundheitsbedingter Fahruntauglichkeit für Lokomotivführer, Zugbegleiter und Disponenten. Zugleich steigert Go-Ahead seine Attraktivität und erhöht somit die Chance, gut qualifiziertes Personal auf einem fast leergefegten Stellenmarkt zu gewinnen“.


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